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4. Treffen Cane Corso Club Deutschland e.V. war ein voller Erfolg!

Das erste Mal haben wir unser Pfingsttreffen über 2 Tage organisiert und um eine Abendveranstaltung erweitert. Wir haben uns sehr über die zahlreichen Besucher und euren Zuspruch gefreut.  

Mit jedem Jahr wächst unsere Gemeinschaft und macht unser Treffen immer wieder zu einem unvergesslichen Event!
Wir danken allen Teilnehmern für das grandiose Wochenende und freuen uns schon auf 2019!!! 

Hier ein paar Eindrücke des diesjährigen Cane Corso Club Deutschland Treffens vom 19.05 – 20.05.18.

Willkommen im Vorstand des CCCD

Wir begrüßen ganz herzlich Jasmin Mayerhöfer und Kerstin Wolff im Vorstand des Cane Corso Club Deutschland e.V.!
Beide wurden einstimmig als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Herzlichen Glückwunsch! :)

Wir freuen uns sehr über eure Unterstützung und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit im Sinne der Rasse und des Vereins!

Welpenkauf und Vereinsgeschehen in Deutschland

Vereinsgründung

Cane Corso Club Deutschland e.V.

Der Cane Corso Club Deutschland e.V. wurde am 03.01.2015 in Namborn gegründet.

Im November 2015 war das Zuchtkontingent vollständig und alle Vorraussetzungen erfüllt und der Aufnahmeantrag wurde beim VDH eingereicht. Wenige Tage darauf wurden Zuchtstätten, die zuvor bereits vom VDH abgenommen und genehmigt worden waren, von einem hierfür gesendeten Zuchtwart des VDH erneut aufgesucht. Hierbei wurden plötzlich Details bemängelt, die vorher nicht zur Beanstandung standen. Dies betraf lediglich die Gründungsmitglieder des C.C.C.D.! Dadurch fielen kurzzeitig Züchter und Zuchthunde aus dem Kontingent und der Antrag musste aufgrund dessen zurückgezogen werden.

Die betroffenen Zuchtstätten wurden im Anschluss daran vom Veterinäramt aufgesucht, kontrolliert und von Behördenseite offziell nach Paragraph 11 Tierschutzgesetz genehmigt!

Aufgrund der Ereignisse war das Vertrauensverhältnis zum VDH massiv gestört, was dazu führte, daß der Vorstand des C.C.C.D. einstimmig beschloss, von einem weiteren Antrag abzusehen, da davon auszugehen war, daß die nötige Unterstützung des Vereins von Seiten des VDH nicht zu erwarten war.

Cane Corso Italiano e.V.

Der CCI wurde am‭ ‬25.01.2015‭ ‬in Ratingen in der ehemaligen VDH Zuchtstätte Paganella gegründet.‭ ‬Nach anderthalb Jahren im Vorstand,‭ ‬hat sich diese und weitere Zuchtstätten aus verschiedenen Gründen,‭ ‬bewusst dazu entschlossen,‭ ‬diesen Verein zu verlassen. Von den ursprünglichen 7 Gründungsmitgliedern sind bis heute bereits 4 ausgetreten.

Der Verein wurde für die Rasse Cane Corso gegründet,‭ ‬um Veranstaltungen zu organisieren,‭ ‬wo die Züchter und Anhänger aus Deutschland die Möglichkeit haben sich besser kennenzulernen,‭ ‬um dann später evtl.‭ ‬einen Rassehundezuchtverein und die Aufnahme beim VDH zu beantragen.‭ ‬Zum damaligen Zeitpunkt,‭ ‬kannten die Züchter sich überwiegend nur von Ausstellungen und wirklich intensive Gespräche wurden untereinander nie ausgetauscht.‭ ‬Somit war auch nicht klar,‭ ‬wem was besonders wichtig für die Rasse und das‭ ‬Zuchtgeschehen ist.

Nachdem es zu diesem Zeitpunkt bereits einen weiteren Cane Corso Verein gab,‭ ‬war das Chaos und die Verwirrung perfekt und der Ärger groß.‭ ‬Warum und wieso haben eine Handvoll Züchter,‭ ‬hinter dem Rücken der anderen Züchter nun einen Verein gegründet‭?

Plötzlich standen Zuchtwarte bei Züchtern unangemeldet vor der Tür,‭ ‬da es angeblich‭ „‬dreckig‭“ ‬bei ihnen war.‭ ‬Andere hatten das Veterinäramt bei sich,‭ ‬da dort anonym ein Hinweis eingegangen ist,‭ ‬andere wiederum wurden von der Finanzbehörde kontaktiert,‭ ‬da man nicht für alle Hunde Steuern zahlen würde. Die Stimmung unter den VDH Züchtern war sehr angespannt.

Im Nachgang stellte sich jetzt heraus,‭ ‬dass einige Vorgespräche zur Vereinsgründung mit einigen Züchtern,‭ ‬schon nicht so gelaufen sind,‭ ‬wie es eigentlich gedacht war bzw gar nicht stattgefunden haben.‭ ‬Daher war der Großteil der Züchter gegen einen Verein aus Angst,‭ ‬dass das Reglement des VDH geändert bzw.‭ ‬strenger gefasst wird.

Es war also leider nicht absehbar,‭ ‬dass doch sehr wichtige Dinge,‭ ‬die alleine dem Wohle und Gesundheit der Rasse dienen,‭ ‬zukünftig geändert werden.

Es ging hier leider nicht mehr um die Rasse Cane Corso Italiano und wie wir etwas für die Verbesserung der Rasse hier in Deutschland tun können,‭ ‬es ging nur noch darum,‭ ‬andere zu disqualifizieren und schnellstmöglich die Aufnahme beim VDH zur Anerkennung zu erlangen.

Cane Corso Club Germany e.V.

Am‭ ‬10.07.2016‭ ‬gründeten Johanna Sandfort und Nicole Marquardt,‭ ‬den Cane Corso Club Germany e.V..‭

Sie hatten ebenfalls die Anerkennung beim VDH angestrebt.‭ ‬Für das Zuchtpotential werden‭ ‬4‭ ‬Rüden und‭ ‬10‭ ‬Hündinnen gefordert,‭ ‬die in erster und zweiter Generation nicht miteinander verwandt,‭ ‬15‭ ‬Monate‭ ‬-‭ ‬4‭ ‬Jahre alt sind und eine uneingeschränkte Zuchtzulassung im VDH haben.‭ Das geforderte Zuchtmaterial und alle Vorraussetzungen waren gegeben. ‬Im Mai‭ ‬2017‭ ‬wollten sie die noch zwei fehlenden Zuchtzulassungen in Dortmund einholen.‭ ‬Da der CCI allerdings im März‭ ‬2017‭ ‬die vorläufige Aufnahme erhalten hat,‭ ‬wurde vom VDH keine Zuchtzulassungsveranstaltung mehr organisiert.‭ ‬Der CCI dagegen hat die Zuchtzulassung der Hunde boykottiert und die Hunde nicht zur Zuchtzulassung angenommen,‭ ‬so dass keine Möglichkeit mehr bestand,‭ ‬die Aufnahme zu erlangen,‭ ‬obwohl das Zuchtpotential nachweislich vorhanden war.

Neben weiteren Nickeligkeiten,‭ ‬um die Konkurrenz aus dem Weg zu räumen,‭ ‬veranlasste der CCI nun schnellstmöglich die Löschung der langjährigen FCI-geschützten Kennelnamen der Züchter, die nun nicht Mitglied im CCI waren.

Da diese die VDH-Aufnahme nicht erhalten haben und sich geweigert haben dem CCI beizutreten,‭ ‬da‭ ‬dieser‭ ‬Club so gar nicht ihren hohen fachlichen und menschlichen Ansprüchen genügt,‭ ‬ haben sie und weitere langjährige VDH-Züchter sich schweren Herzens entschlossen,‭ ‬nicht mehr im VDH zu züchten und andere Wege zu beschreiten.

Der Verein möchte zukünftig ein für die Zucht strengeres Zuchtreglement,‭ ‬in Hinblick auf die Gesundheit und Wesen des Cane Corso.‭ ‬Hohe Inzuchtverpaarungen,‭ ‬wie es im VDH und anderen Vereinen erlaubt ist,‭ ‬wird es nicht mehr geben.‭ ‬Ebenso wird es keine HD C x HD B Verpaarungen geben.‭ ‬HD,‭ ‬ED und OCD gehört zukünftig zu den Pflichtuntersuchungen und alle Welpen werden ein vom Tierarzt ausgestelltes Gesundheitszertifikat erhalten.‭

Auch die Zucht in einer Etagenwohnung oder einem Wohnbereich ohne Garten oder Grundstück ist bei uns nicht zulässig,‭ ‬um eine argerechte Aufzucht zu ermöglichen.‭ ‬Dies ist auch Voraussetzung um im Notfall eine Nachzucht zur Weitervermittlung zurücknehmen zu können und somit der Verantwortung eines gewissenhaften Züchters nachzukommen.

Da nicht nur Gesundheit sondern auch das Wesen des Hundes enorm wichtig für ein harmonisches Zusammenleben ist und sich dort in den letzten Jahren massive Probleme gezeigt haben, ‭wurde‬ entschieden,‭ ‬einen ausführlichen Verhaltenstest durchzuführen.‭ ‬Dieser findet nicht hinter verschlossenen Türen im kleinen Kreis statt,‭ ‬sondern wird sogar in der Öffentlichkeit durchgeführt um Nervenstärke und Alltagstauglichkeit unserer Hunde festzustellen.‭

Welche Anforderungen stelle ich an meinen zukünftigen Cane Corso‭?

Möchte ich einen reinen Familienhund oder plane ich eventuell auszustellen oder gar selbst zu züchten‭? Möchte ich eventuell meinen Hund im Hundesport führen?

Der Cane Corso ist zur Zeit leider keine homogene Rasse.‭ ‬Viele Hunde entsprechen nicht dem Rassetyp und wir sehen immer mehr Boxer oder Bullmastifftypen oder das krasse Gegenteil:‭ ‬Windhund-‭ ‬Verschnitte mit aufgezogenem Rücken und eingezogener Rute‭! ‬Der Cane Corso ist kein brachzephaler Hundetyp.‭ ‬Betonter Vorbiss,‭ ‬runde Köpfe und zurückgesetzte Nasen mögen auf viele niedlich wirken,‭ ‬entsprechen aber bei einem Cane Corso nicht dem Rassestandard.

Viele Hunde weisen erhebliche anatomische Mängel auf.‭ ‬Karpfenrücken und steile Hinterhand sind nicht nur optisch nicht schön,‭ ‬sondern bringen auch oft ernste Probleme mit dem Bewegungsapparat und Einschränkungen in der Funktionalität mit sich.‭ ‬Eine schlecht gewinkelte Hinterhand geht oft mit kurzen Bändern einher und Kreuzbandrisse können daraus resultieren.

Aufgezogene Rücken sind oft gekoppelt mit Wirbelsäulenerkrankungen und bringen nicht selten Bandscheibenprobleme mit sich,‭ ‬da eine Fehlbelastung der Wirbelsäule hier auf Dauer ihren Tribut fordern.

Auch darf das Wesen nicht außer Acht gelassen werden.‭ ‬Die Vergangenheit hat gezeigt,‭ ‬dass extrem ängstliches oder aggressives Verhalten in einigen Linien verbreitet ist und vererbt wird.

Schauen Sie sich die Elterntiere ihres zukünftigen Hundes in der Gesamtheit an.‭ ‬Stellen Sie sich so ihren künftigen Cane Corso vor‭?

Augen auf beim Welpenkauf

Besuchen Sie die Zuchtstätte am besten noch bevor die Welpen geboren sind.‭ ‬Oft sind die Welpen eine Ablenkung und Sie würden vielen Details,‭ ‬im Angesicht der niedlichen Welpen,‭ ‬keine Beachtung schenken.

Lassen Sie sich die zukünftigen Elterntiere zeigen,‭ ‬wobei der Rüde nicht immer vor Ort ist.‭ ‬Die Hunde sollten sich niemals ängstlich,‭ ‬unsicher oder sogar aggressiv zeigen.‭

Erkundigen Sie sich nach den Röntgenergebnissen der Elterntiere.‭ ‬Nimmt ein Züchter eine HD B/HD C Verpaarung vor,‭ ‬lassen Sie sich vom Züchter erläutern,‭ ‬warum er denkt,‭ ‬dass aus dieser Verpaarung HD-freie Hunde hervorgehen.‭ ‬Denn das sollte das Ziel sein.

Zeigen die Hunde ein gutes Sozialverhalten und haben sie einen guten Bezug zum Züchter‭?

Bietet der Züchter Ihnen an,‭ ‬die Welpen mehrfach zu besuchen‭?

Interessiert sich der Züchter für ihre Wohnverhältnisse,‭ ‬Arbeitszeiten,‭ ‬Hundeerfahrung etc.‭?

Nimmt sich der Züchter die Zeit Ihnen alle Fragen zu beantworten‭?

Hat der Züchter langjährige Erfahrung mit der Haltung, Zucht, Aufzucht und Erziehung dieser Rasse um Ihnen mit Ihrem Welpen entsprechende Tipps geben zu können?

Zeigt der Züchter Ihnen auf Nachfrage alle Gesundheitsuntersuchungen oder stellt sie öffentlich zugänglich auf seiner Website zur Ansicht‭?

Offizielle und Inoffizielle Zucht

Es wird immer öfter verbreitet,‭ ‬dass nur die Zucht unter dem VDH eine‭ „‬offizielle Zucht‭“ ‬ist.

Allerdings ist eine offizielle Zuchtstätte nur dann offiziell,‭ ‬wenn der Züchter eine behördlich abgenommene Zuchtstätte hat und die Auflagen nach‭ § ‬11‭ ‬Tierschutzgesetz erfüllt.‭ ‬Eine große Anzahl an Züchtern erfüllt diese Kriterien nicht.‭

Jeder Züchter mit drei zuchtfähigen Hündinnen‭ (‬damit ist nicht zuchtzugelassen gemeint‭)‬,‭ ‬ist verpflichtet,‭ ‬die Zucht bei der Behörde anzumelden.‭ ‬Damit erfolgt eine Überprüfung der Sachkunde,‭ ‬wie auch der Örtlichkeiten,‭ ‬sowie der vorhandenen Hunde und somit ist auch jeglicher Verkauf dem Finanzamt zu melden.

Diese Züchter werden regelmäßig vom Veterinäramt,‭ ‬ohne vorherige Anmeldung,‭ ‬überprüft.‭ ‬Diese Art von Kontrolle ist wesentlich strenger,‭ ‬als so mancher Besuch vom vereinseigenem Zuchtwart.

Bei allen Züchtern im Vorstand des Cane Corso Club Germany e.V.,‭ ‬sowie im Cane Corso Club Deutschland e.V.,‭ ‬liegt die Genehmigung der Behörde nach‭ § ‬11‭ ‬Tierschutzgesetz vor‭!

‭Nichts desto trotz muss man hier anmerken, daß jeder von uns die Zucht als zeitintensives und kostenintensives Hobby betreibt und nicht finanziell davon abhängig ist.

Neujahrsempfang

Wir danken allen Mitgliedern für den schönen Nachmittag beim Neujahrsempfang des Cane Corso Club Deutschland e.V. am 11. Februar 2018.  Ein toller Tag! :)

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Neujahrsempfang CCCD

Beitrag zum Thema Kooperationszucht

Da es momentan in einigen Facebook- Gruppen ein großes Thema ist, dass einige CC-Züchter in Kooperation mit Züchtern im Ausland zusammenarbeiten, um für ihre Würfe Papiere zu erhalten ( mit welchen im übrigen der zukünftige Besitzer keinen Stress bei Auslandsreisen oder mit Behörden bekommt, ganz entgegen der Panikmache ) möchte ich mal kurz erklären, wieso dies von einigen Züchtern so gehandhabt wird.
Bis zum Jahr 2017 wurden alle Cane Corso Züchter direkt vom VDH betreut, sofern sie diesem angeschlossen waren. Seit dem 13.03.2017 ist nun der Cane Corso Italiano e.V, kurz CCI, vorläufig anerkanntes Mitglied im VDH. Zusammen mit dem CCI hatten sich noch andere Vereine, deren Mitglieder sich überwiegend aus langjährigen Züchtern zusammensetzen, um eine Mitgliedschaft im VDH beworben, diese jedoch nicht erhalten.
Die Zuchthoheit und Führung des Zuchtbuches obliegt nun dem CCI, welcher zum großen Teil aus Neuzüchtern besteht. Dies wird von mir jedoch nicht negativ bewertet, da es in der Natur der Dinge liegt, als Anfänger nicht auf eine 10jährige Erfahrung zurückblicken zu können.
Dass sich die verschiedenen Vereine untereinander nicht grün sind, konnte man ganz gut daran erkennen, dass nach Bekanntgabe der Aufnahme des CCI unter dem VDH, von dessen Mitgliedern ein Stinkefinger zeigender Mr.Bean in den Social Networks gepostet wurde. Dies mag dem Überschwang der Gefühle geschuldet sein, verdeutlicht jedoch die verhärteten Fronten und die fehlende Neutralität.
Gem. § 8 der Satzung des CCI, sind Personen, die einem dem VDH nicht angeschlossenen Verein oder Verband angehören, von einer Mitgliedschaft im CCI ausgeschlossen.
Doch was ist nun mit den „Altzüchtern“, die jahrelange harte Arbeit in IHREN Verein gesteckt haben, teilweise ein Jahrzehnt DIREKT unter dem VDH gezüchtet haben und nun nicht Mitglied im CCI werden wollen, da sie zum ersten dann ihren Verein aufgeben müssten und zum zweiten mit deren Politik nicht konform gehen?

Da der VDH nur einen Verein zugelassen hat, müssen sich die ehemaligen VDH-Züchter nun einen Schlupfwinkel zu Nutze machen und in Kooperation mit Züchtern, welche im Ausland angesiedelt sind, treten. Es entsteht sozusagen eine Co-Ownerschaft. Die Züchter überschreiben nun ihre Zuchttiere auf den Namen ihres Zuchtpartners.
Gemäß FCI-Reglement werden die Welpen in das Stammbuch des Landes eingetragen, in dem der/die Eigentümer/in der Hündin seinen/ihren gesetzlichen Wohnsitz hat. Wohnt der Co-Züchter , dem der ehemalige VDH-Züchter nun seine Hündin übertragen oder verkauft hat, zB. in Serbien, erhalten die Welpen laut FCI-Reglement nun völlig legitim serbische Papiere. Der FCI gibt nicht vor, dass die Welpen in dem Land fallen müssen, von welchem sie die Papiere erhalten. Es kommt laut Reglement nur darauf an, in welchem Land der Eigentümer lebt. Als Eigentümer gilt die Person, die im rechtsmäßigen Besitz des Hundes ist, und dies durch den rechtsmäßigen Besitz der gültigen Abstammungsurkunde ausweisen kann. Diese Vorgehensweise widerspricht also NICHT dem FCI Reglement!
Diese Nutzung der „Hintertüre“ führt jedoch dazu, dass die Züchter, welche diesen Weg nutzen um an „gültige“ Papiere für ihre Welpen zu kommen, nun mit Hinterhofhändlern und Kofferraumverkäufern in eine Schublade gesteckt, und als Vermehrer tituliert werden. Züchter, welche noch vor einem Jahr unter dem VDH gezüchtet haben. Deren Elterntieren alle geforderten Untersuchungen haben und die geforderte Zuchtzulassungen aufweisen können. Der einzige Unterschied besteht nun darin, dass die Würfe nun nicht mehr vom Zuchtwart abgenommen werden. Keine Ideallösung, ohne Frage. Hier wäre der VDH in der Pflicht eine andere Lösung zu bieten, indem er nicht alleine dem CCI solch eine Monopolstellung einräumt, sondern einen „Alternativverein“ für die Altzüchter zulassen würde.
Der „VDH-Stempel“ fehlt nun. Dies reicht schon aus, dass diese Züchter verteufelt werden. Dadurch, dass durch den VDH nur ein Verein zugelassen wurde, und die Hunde der Altzüchter nun nicht mehr in die Zucht mit einfließen, wird weiterhin der sowieso schon enge Genpool massiv beschränkt. Krankheiten, welche genetisch bedingt sind, können so verstärkt auftreten. Können, nicht müssen!
Nun mag der Eine oder andere vielleicht aufspringen und sagen, dass der IHV die passende Alternative wäre, da ja hier die Gesundheit im Vordergrund steht und das Tier zählt und nicht das Papier. Auch wenn dieser Slogan gut klingt, ist der IHV, sofern er nicht dem FCI angegliedert wird, keine echte Alternative, da die vom IHV ausgestellten Papiere an z.B Grenzen zum Ausland, keine Anerkennung finden.
Ein CC besteht nicht nur aus Gesundheit und Funktionalität, genauso wenig nur aus Schönheit und Phänotyp!
Leider wird der Cane Corso in den letzten Jahren immer mehr zum Modehund. Wurden im Jahr 2007 nur 14 Welpen in der Welpenstatistik des VDH erfasst, so waren es im Jahr 2015 bereits 156 Welpen!.
Der Wettbewerb unter den Züchtern steigt. Um die Verkaufszahlen zu halten, wird diese Rasse oftmals fahrlässig falsch beworben. Es ist eben KEINE Rasse für Jedermann. Nicht umsonst füllen sich in steigender Zahl die Tierheime mit Cani Corso und deren Mixe.
Ein gewissenhafter Züchter wird den Cane Corso niemals als Hund für jedermann bezeichnen.
Nach dem zweiten Weltkrieg war diese wundervolle Rasse so gut wie nicht mehr vorhanden und das Zuchtmaterial beschränkt. Heute beschränkt der VDH die Zucht dadurch, dass er nur einen einzigen Verein zugelassen hat und somit nur einen Weg der „offiziellen“ Zucht zulässt, den eben nicht jeder gehen möchte.
Zu diesem Thema gibt es noch so viel mehr zu schreiben. Dies würde jedoch den Rahmen sprengen. Der Beitrag soll nur einen kleinen Einblick geben, warum manches eben so gehandhabt wird, wie es momentan getan wird. Ob dies Gut, oder Schlecht ist, sei dahingestellt. Es möge sich jeder selbst eine Meinung dazu bilden!

Verfasser: Jasmin Mayerhöfer